Arzt in der Rehabilitation - Leader in einem starken Team
Die moderne Rehabilitation hat die Zeiten der "Bade-Kuren" längst hinter sich gelassen: Sie ist geprägt von interdisziplinären Teams, bestehend aus einer Vielzahl von Spezialisten, wie z. B. Gesundheits- und Krankenpflegern, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftlern und Sporttherapeuten, Ergotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeitern, Logopäden, medizinischen Bademeistern und anderen. Ein Team, das in enger Kooperation und im fachlichen Diskurs an einem Ziel arbeitet: Die Verbesserung des Gesundheitszustandes des Patienten und seine dauerhafte, erfolgreiche Integration in Gesellschaft und Beruf. Geleitet werden diese Teams von Ärzten.
Auch für Assistenzärzte, die am Anfang ihrer Karriere stehen, hat es viele Vorteile, Arzt in der Rehabilitation zu sein. Sie erleben hier einen vergleichsweise sanften Einstieg, keinen Sprung ins berühmte „kalte Wasser“. Sie können im Team mit anderen Ärzten und Therapeuten lernen, wie sie richtig mit Notfällen umgehen. Die Rehabilitation ermöglicht es Ärzten, einen mehrwöchigen Genesungsprozess eines Patienten wirklich mit zu erleben (durchschnittl. Aufenthaltsdauer der Patienten: in der Regel mindestens drei Wochen) bis hin zu präventiver Einwirkung auf den Lebensstil des Erkrankten. Das oft eingeforderte intensive Patienten-Arzt-Verhältnis ist in der Rehabilitation tatsächlich möglich!
Betrachtet man die Anzahl aller Reha-Behandlungen pro Jahr, so kann man ohne Zweifel feststellen, dass die medizinische Rehabilitation in Deutschland eine hohe Bedeutung hat, die angesichts des demographischen Wandels sogar noch weiter steigen wird. Im internationalen Vergleich gesehen, ist die Reha sogar einzigartig. Die bundesweit circa 1.200 Rehabilitations-kliniken und ambulanten Einrichtungen leisten jährlich fast eine Million Rehamaßnahmen – betrachtet man nur die Fälle, die kostenmäßig von der Deutschen Rentenversicherung über-nommen werden. Dabei handelt es sich um Patienten, die entweder noch im Arbeitsleben stehen oder wieder in die Arbeitswelt integriert werden sollen. Zwar liegen die Ausgaben aller Kostenträger zusammengenommen für die Reha bei jährlich sechs Milliarden Euro; doch dabei handelt es sich laut einer aktuellen Studie der Schweizer Prognos AG um eine absolut lohnenswerte Investition: Für jeden in die medizinische Rehabilitation investierten Euro gewinnt die Gesellschaft demnach schon heute fünf Euro zurück.
Die meisten Reha-Patienten in Deutschland sind chronisch krank, viele zudem multimorbid. Bei ihrer Behandlung geht die qualitätsorientierte medizinische Rehabilitation nach evidenz-basierten Konzepten vor. Ein Vergleich mit der früheren Kur, die eher wellness-orientierte Angebote machte, ist hier nicht mehr zulässig. Rundum: ein „starkes Angebot“ für alle Beteiligten, das Zukunft hat!





