hier finden Sie einige unverbindliche Formulierungshilfen für Schreiben an die Kostenträger (DRV und GKV) im Widerspruchsverfahren, wie Sie sie z. B. bei Reha-Antragsablehnung, Umstellungsbitte oder Mehrkostenverlangen benötigen.

Leider verlangen immer noch viele Krankenkassen unberechtigt Mehrkosten für die Wunschklinik ihrer Versicherten. Dies führt dazu, dass Betroffene entweder aus finanziellen Gründen von einem begründeten Klinikwunsch Abstand nehmen oder sich für die Bewilligung einer begründeten Wunschklinik zur Übernahme von Mehrkosten verpflichten, obwohl es hierfür keine gesetzliche Grundlage gibt. Mehrkosten sind nur dann berechtigt, wenn sich der Klinikwunsch nicht mit medizinischen Argumenten oder wichtigen persönlichen Lebensumständen gemäß § 8 SGB IX begründen lässt. Und auch dann ist ein Mehrkostenverlangen nur in Höhe der Differenzkosten zwischen vorgeschlagener Zuweisungsklinik und Wunschklinik berechtigt. Diese Differenzkosten sind laut Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG) seit dem 28.10.2020 jeweils hälftig vom Versicherten und der Krankenkasse zu tragen.

Wir hoffen, dass die Musterschreiben Ihnen weiterhelfen. Falls Sie weitere Fragen haben, können Sie gern unsere kostenfreie Beratung  nutzen.

 

Sachlage: Sie haben vom Kostenträger (DRV oder GKV) eine Ablehnung des Antrags auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erhalten. Gegen die im Bescheid benannte Ablehnungsbegründung, wonach z. B. die ambulante fachärztliche Betreuung oder die ambulante Heilmittelverordnung ausreiche, soll widersprochen werden. Ziel ist es, gegenüber dem Kostenträger fristwahrend Widerspruch hinsichtlich der Antragsablehnung anzuzeigen. Eine ausführliche Begründung, die die medizinisch notwendigen Gründe benennen, wonach die Rehabilitations-Maßnahme mit interdisziplinärer und multimodaler Therapiedichte dringend notwendig ist, muss und kann dann in einem separaten Schreiben folgen, ggf. durch Attest belegen.

Patienschreiben formloser Widerspruch ohne Begründung

 

Sachlage: Sie haben vom Kostenträger (DRV oder GKV) die Bewilligung der Reha-Maßnahme erhalten. Die im Bescheid benannte, d. h. vorgeschlagene Zuweisungsklinik entspricht nicht der von Ihnen (beantragten) Wunschklinik und/oder es gibt medizinische Aspekte und wichtige persönliche Lebensumstände, die in der Zuweisungsklinik nicht berücksichtigt sind. Ziel ist es, gegenüber dem Kostenträger fristwahrend Widerspruch hinsichtlich der Rehabilitionseinrichtung anzuzeigen. Eine ausführliche Begründung, die die medizinischen Aspekte und die wichtigen persönlichen Lebensumstände des Patienten benennen, ggf. durch Attest belegen, muss und kann dann in einem separaten Schreiben folgen.

Patienschreiben formlose Umstellungsbitte ohne Begründung

 

Sachlage: Sie haben von der Krankenkasse die Bewilligung Ihrer Wunschklinik mit Mehrkostenverlangen erhalten. Die Rechtmäßigkeit dieses Mehrkostenverlangens ist noch streitig. Ziel ist es, gegenüber der Krankenkasse fristwahrend Widerspruch anzuzeigen. Eine ausführliche Begründung, die die medizinischen Aspekte für die Wunschklinik und die wichtigen persönlichen Lebensumstände benennen, ggf. durch Attest belegen, muss und kann dann in einem separaten Schreiben folgen.

Patientenschreiben formloser Widerspruch gegen Mehrkostenverlangen

 

Sachlage: Sie haben von Ihrem Kostenträger eine Bewilligung für eine ambulante Rehabilitation erhalten. Ziel ist es, eine Bewilligung für eine stationäre Rehabilitation zu erhalten.

Patientenschreiben Umstellungsbitte ambulant auf stationär